Folge 7: Der erfundene Mord

Der Historiker Ulrich van der Heyden ist fassungslos über den MDR: Dass der öffentlich-rechtliche Sender Manuel Diogos Tod ohne Beweise als rassistischen Mord verkauft, erinnert ihn an Medienskandale wie den Fall Relotius beim Spiegel. Auch als die Staatsanwaltschaft Potsdam schließlich bestätigt, dass es keine Hinweise auf Mord oder Manipulationen gibt, bleibt der MDR bei seiner Version. Und beruft sich auf ein Interview mit einem ehemaligen Botschafter, der offenbar über einen ganz anderen Fall redet und inzwischen spurlos verschwunden ist.

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Der Tote liegt neben den Bahngleisen: Manuel Diogo aus Mosambik war Vertragsarbeiter in einem DDR-Sägewerk. Sein Tod gilt im Jahr 1986 als Unfall. Über 30 Jahre später heißt es plötzlich: Neonazis haben ihn ermordet. Hat die Stasi ein Verbrechen vertuscht? Oder wurde der Mord erfunden? Und wenn ja, warum? Der investigative True-Crime-Podcast von Anja Reich und Jenni Roth.