Thomas Mann - Vom unpolitischen Betrachter zum „Wanderredner der Demokratie“

Gern werden Autor und Werk der später so genannten „Konservativen Revolution“ zugerechnet, und tatsächlich hat Thomas Mann mit dem 600-seitigen literarisch-politischen Manifest “Betrachtungen eines Unpolitischen” zunächst in antiliberalen Kreisen für entschiedenen Applaus gesorgt; binnen weniger Jahre sollte sich das freilich grundlegend ändern, denn mit der Rede von Deutscher Republik (1922) wurde er zum entschiedenen Befürworter der einst gescholtenen Demokratie. Dieser gelegentlich sogar als Konversion karikierte Gesinnungswandel stimuliert bis heute die Vorbehalte gegenüber dem „unwissenden Magier“.

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Hier finden Sie Essays zu antiliberalen Vordenkern: was waren ihre Ideen und wie wird ihr Denken heute von der Neuen Rechte aufgegriffen?