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Bolat Atabajew - Kasachstans Erbe

Bolat Atabajew gilt als deutschester Kasache in Kasachstan und wegen seines politischen Engagements als „enfant terrible“ der ehemaligen Sowjetrepublik. Der 1952 im Süden Kasachstans geborene Theaterregisseur studierte unter anderem in Leipzig Germanistik und war lange Zeit künstlerischer Leiter des Deutschen Theaters in Sowjet-Kasachstan. Vor neun Jahren hat er aus politischen Gründen Kasachstan verlassen und lebte bis März 2021 in Deutschland. Seitdem ist Bolat Atabajew wieder in Kasachstan. Kurz vor seiner Rückkehr gab er uns noch dieses Interview. Über sein politisches Engagement in der Perestrojkazeit für die Russlanddeutschen und in jüngerer Vergangenheit für mehr Gerechtigkeit in seinem Geburtsland, erzählt er in diesem Interview ebenso schonungslos wie über die Ungerechtigkeiten, die Deutschen in seinem Umfeld widerfuhren. Wie der mit der Goethe-Medaille ausgezeichnete Regisseur von der Deportation der Russlanddeutschen nach Kasachstan erfuhr und welche seiner Kindheitserinnerungen wir besonders bewegend fanden, erfahrt ihr in dieser Folge.

Om Podcasten

Der Podcast über Aussiedler für Menschen mit und ohne Migrationskoffer voller Geschichten. Aufgewachsen in einem sozialistischen System, Auswanderung und Neuanfang – solche und viele andere Erfahrungen einen Aussiedler aus postsozialistischen Staaten, die heute in Deutschland leben. Der neue Podcast „Steppenkinder“ will das Spezifische der Russlanddeutschen als eine Gruppe der Aussiedler sichtbar machen. Gleichzeitig geht es den Machern Ira Peter und Edwin Warkentin darum, einer breiten Öffentlichkeit Wissen zu universellen Themen wie Identität, Erinnerungskultur, Migrations- oder Integrationserfahrung zu vermitteln. Dafür sprechen sie mit Interviewgästen aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Ira Peter ist Medien- und Kulturschaffende, Edwin Warkentin Kulturreferent für Russlanddeutsche. Sie gehören zur „mitgebrachten Generation“ der Russlanddeutschen, die im Kindes- und Jugendalter mit ihren Familien aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland einwanderten. Weil beide zudem wie ein Großteil der (Spät-)Aussiedler aus der kasachischen Steppe stammen, nennen sie ihren Podcast „Steppenkinder“. Alle drei Wochen gibt es eine neue Folge. Ein Projekt des Kulturreferats für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien. www.russlanddeutsche.de www.instagram.de/steppenkinder